Journalistin: Frau Neumann, sie sind heute hier zu Gast, weil nächste Woche eine Messe hier in der Stadt stattfindet. Sie halten dort einen interessanten Vortrag.
Frau Neumann: Guten Tag Ihnen und allen Zuhörern. Ja, tatsächlich, nächste Woche beginnt die interkulturelle Messe der Nationen.
Ich bin eingeladen worden, um über mein neuestes Buch “Wir gehören alle zusammen” zu erzählen.
Lassen Sie mich kurz das Hauptthema meines Buchs darstellen.
Es geht grundsätzlich um die Vielfalt der Kulturen und das Zusammenleben der Menschen. In einer Zeit, in der viele Leute reisen und migrieren, gewinnen die Themen Integration und Assimilation sowie Durchmischung der Kulturen zunehmend an Bedeutung.
Journalistin: Welche Vorteile haben multikulturelle Gesellschaften?
Frau Neumann: Wenn viele unterschiedliche Menschen in einem Land miteinander leben und ihr Zuhause finden, hat das viele Vorteile, obwohl manche sagen, dass es auch Missverständnisse und Konflikte mit sich bringt. Doch wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturenaustauschen, profitieren letztendlich alle davon. Das gemeinsame Zusammenleben ermöglicht den kulturellen Austausch und das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen - eine wichtige Voraussetzung, um Vorurteile gegenüber anderen Menschen und Kulturen abbauen zu können, denn sowohl die Einheimischen als auch die Einwanderer wollen akzeptiert werden. Durch das Voneinander‑Lernen wird die Toleranz gestärkt.
Weniger Menschen werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Der damit verbundene multikulturelle Austausch fördert zudem die menschliche Kreativität und bringt die Menschen auf neue Ideen. Innovationen werden gefördert.
Journalistin: Multikulturalität existiert in jeder Gesellschaft, in der Leute unterschiedlicher Herkunft nebeneinander wohnen. Frau Neumann, auf welchen Ebenen verständigen sich die Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen miteinander?
Frau Neumann: Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen erweitern dank verschiedener Sichtweisen ihre Horizonte. Wenn man Fremdsprachen lernt, erweitert man auch in der Muttersprache den eigenen Wortschatz. Der Dialog zwischen Kulturen und Religionen wird derart gestärkt, dass man sich leichter gegen Hass aussprechen und dagegen wirken kann. Für andere Kulturen wird so mehr Offenheit entwickelt.
Dadurch wird das möglich, was ich schon früher erwähnt habe, nämlich die eigenen Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen, Kulturen und Wertvorstellungen zu erkennen und im Idealfall abzubauen. Dadurch werden Stereotype zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Ein Zugehörigkeitsgefühl entsteht nicht zwangsläufig nur aufgrund der eigenen Herkunft und Nationalität, sondern auch auf der Grundlage gemeinsamer Werte und Interessen.
Menschen, die Vertreter anderer Kulturen kennen und verstehen lernen, haben weniger Angst vor dem Unbekannten und sind somit in der Regel weniger fremdenfeindlich. Unterschiedliche Religionen werden besonders dann besser akzeptiert, wenn die Menschen an Vielfalt gewöhnt und mit ihr aufgewachsen sind. Kinder, die in einer multikulturellen Gesellschaft geboren werden, sind von Anfang an toleranter.
Fremde Kinder werden besser integriert. Das alltägliche Leben verläuft harmonischer und die Menschen sind zufriedener. Die eigene Kultur wird bereichert, entwickelt sich weiter und verändert sich. Eine Gesellschaft, in der die Welt an einem Ort zusammenkommt, ist nicht einheitlich und eintönig. Kulturelle Vielfalt bedeutet verschiedene Sitten, Bräuche, Speisen, Sprachen und Religionen.
Man übernimmt die guten Dinge und Werte anderer Kulturen. Die Menschen tauschen ihre Lebensgewohnheiten und Essgewohnheiten aus. In vielen benachbarten Familien und unter Freunden werden verschiedene Traditionen gelebt und miteinander vermischt. Es werden unterschiedliche Feste miteinander gefeiert.
Das Zusammenkommen von Menschen unterschiedlicher Herkunft wirkt sich auf den demographischen Wandel aus.
Menschen, die sich in einer homogenen Gesellschaft nie begegnet wären, schließen Freundschaften und gründen Familien.
Ebenso trägt Migration dazu bei, den Fachkräftemangel eines Landes zu lindern und die Wirtschaft zu stärken. In manchen Ländern ist sogar ein Bevölkerungswachstum zu beobachten.
Journalistin: Der kulturelle Austausch hat aber auch seine Schattenseitendie Schattenseite/die SchattenseitenSchattenseiten. Nicht jeder in der Gesellschaft ist offen, und manche haben Angst. Woher kommt das?
Frau Neumann: In einem multikulturellen Umfeld verliert der Mensch möglicherweise die eigene kulturelle Identität. Die Einzigartigkeit der jeweiligen Kultur kann verloren gehen und manche Kulturen sind sogar vom Aussterben bedroht. Der Staat kann nicht jeder Kultur gerecht werden.gerecht werdengerecht werden. Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Kreisen stoßen aufeinander.
Sie leben nicht dieselben Traditionen und beachten nicht dieselben Werte. Nicht jeder ist bereit, andere Kulturen zu akzeptieren. Viele Ausländer integrieren sich nicht und leben in eigenen Vierteln, wo sie unter sich bleiben. Es kommt sowohl zu sprachlichen Problemen als auch religiösen Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung.
So entstehen durch Verständigungsprobleme und fehlende gesellschaftliche Integration Parallelgesellschaften, die von Hass gegenüber anderen Kulturkreisen geprägt sind.
Vielvölkerstaaten funktionieren meist nicht gut. Die Menschen können nicht wirklich harmonisch miteinander leben. Die meisten Leute haben leider wenig Respekt gegenüber anderen Kulturkreisen.
Multikulti bedeutet in Europa eben auch die Zuwanderung von Menschen, die anderen Konfessionen angehören, insbesondere von Muslimen.
Unterschiedliche religiöse Überzeugungen können Konflikte verursachen. Die negative Berichterstattungdie Berichterstattung/die BerichterstattungenBerichterstattung in den Medien übtEinfluss ausübenübt ebenfalls einen negativen Einfluss ausEinfluss ausübenEinfluss aus.
Journalistin: Liebe Zuhörer, wie sie hören, ist das ein wichtiges und umfangreiches Thema. Wir laden sie herzlich zu der Messe ein. Frau Neumann, ich danke Ihnen für das kurze Gespräch.